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Straußeneipokal



Straußeneipokal


Inventar Nr.: KP B II.87
Bezeichnung: Straußeneipokal
Künstler / Hersteller: Hans Kellner (1553 - 1609)
Datierung: 1592
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezug: Nürnberg
Material / Technik: Silber, gegossen, getrieben, graviert, punziert, geätzt, gesägt, gefeilt, vergoldet, bemalt; Straußenei; Glas
Maße: ohne Deckel 30,9 cm (Höhe)
mit Deckel 49,8 cm (Höhe)
Fuß 12,1 cm (Durchmesser)
1282,2 g (Gewicht)
Beschriftungen: Beschriftung allg.: BZ: N für Nürnberg
Beschriftung allg.: MZ: Streitkolben für Hans Kellner
Beschriftung allg.: Beide Marken befinden sich am Fuß, am Lippenrand und am Deckelrand; auf der Unterseite des Fußes befindet sich der Tremolierstrich.


Katalogtext:
Von dem Nürnberger Silberhändler erwarb Landgraf Moritz von Hessen-Kassel 1592 neben anderen Kostbarkeiten zwei Straußeneipokale. Die als Pendant gearbeiteten Pokale gehörten seitdem zu den unveräußerlichen Hauskleinodien. Erhalten hat sich nur der hier vorgestellte Pokal. Der Soldat mit dem hessischem Wappen auf dem Deckel verweist auf den fürstlichen Auftraggeber.
Das zweite der Gegenstücke schenkte Landgraf Moritz 1597 seinem Onkel Ludwig IV. von Hessen-Marburg (1537-1604) zum neuen Jahr. Nach dessen Tod kam der Pokal wieder nach Kassel zurück; er ist heute verschollen.
Der von Landgraf Wilhelm IV. gegründete Hessische Hausschatz wurde von seinem Sohn Moritz noch erweitert.


Literatur:
  • Schmidberger, Ekkehard; Richter, Thomas; Eissenhauer, Michael [Hrsg.]: SchatzKunst 800-1800. Kunsthandwerk und Plastik der Staatlichen Museen Kassel im Hessischen Landesmuseum. Wolfratshausen 2001, Kat.Nr. 74, S. 182.
  • Schütte, Rudolf-Alexander: Die Silberkammer der Landgrafen von Hessen-Kassel. Bestandskatalog der Goldschmiedearbeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel / Wolfratshausen 2003, Kat.Nr. 23, S. 15, 16, 21, 130-133.


Letzte Aktualisierung: 26.03.2018


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