Branntwein-Tafelfass auf Rädern "Libauer Tafelfaß" mit Becher im Spund



Branntwein-Tafelfass auf Rädern "Libauer Tafelfaß" mit Becher im Spund


Inventar Nr.: KP B II.36a,b
Bezeichnung: Branntwein-Tafelfass auf Rädern "Libauer Tafelfaß" mit Becher im Spund
Künstler / Hersteller: Friedrich Bernhardt
Datierung: 1645 oder kurz davor
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezug: Libau (Kurland)
Material / Technik: Silber, gegossen, getrieben, graviert, punziert, vergoldet
Maße: 38 cm (Länge)
35,2 cm (Höhe)
27 cm (Breite)
4392,3 g (Gewicht)
Beschriftungen: Beschriftung allg.: MZ: FB in einem oben eingezogenen Rechteck für Friedrich Bernhardt. Das MZ befindet sich oben auf dem Hinterboden.
Beschriftung allg.: Inschrift auf dem Hinterboden: VIVAT IO' DVX HEM / IACOBVS IN ORBE. / VIVAT, VT, ET, VIVAT, DIVA / LOVISA, SIMVL. / ErzeIg', o treVer Gott, erzeIg' Iezt aLLer=/VVegen / HIe Vnser M FVrsten VnD FVrstInnen / neVen Segen.


Katalogtext:
Das Fässchen stammt aus dem Besitz von Landgräfin Maria Amalia (1653-1711), der Gemahlin Landgraf Carls von Hessen-Kassel. Laut Inschrift war es ein Huldigungsgeschenk der Stadt Libau an ihren Vater, Herzog Jacob von Kurland (1610-1682), und dessen erste Gemahlin, Luise Charlotte von Brandenburg (1617-1676), Schwester des Großen Kurfürsten. Maria Amalie wurde von ihrem Vater mit einer reichen Aussteuer und einer bedeutenden Erbschaft ausgestattet. Tafelfässer aus Porzellan gibt es häufiger, in Silber sind sie selten und noch seltener sind Fässer auf Rädern, die auf der Tafel hin und her gefahren werden konnten. Dass das Fässchen für Hochprozentiges gedacht war, legt der für andere Getränke zu kleine Becher nahe.


Literatur:
  • Schütte, Rudolf-Alexander: Die Silberkammer der Landgrafen von Hessen-Kassel. Bestandskatalog der Goldschmiedearbeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel / Wolfratshausen 2003, Kat.Nr. 57, S. 18, 250-253.


Letzte Aktualisierung: 16.04.2018


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