Nautiluspokal mit Meereswesen



Nautiluspokal mit Meereswesen


Inventar Nr.: KP B II.75
Bezeichnung: Nautiluspokal mit Meereswesen
Künstler / Hersteller: Johann Uder (1629 - 1690), fraglich
Goldschmied mit Meisterzeichen IV, alte Zuschreibung
Datierung: 1. Hälfte 17. Jh.
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezug: Niedersachsen, Osterode im Harz (oder: Sachsen, Oschatz (?))
Material / Technik: Silber, gegossen, getrieben, graviert, punziert, vergoldet; Nautilus mit Flachreliefschnittzerei
Maße: mit Dreizack 38,7 cm (Höhe)
Standring 13,4 cm (Durchmesser)
711,3 g (Gewicht)
38,7 x 13,4 x 18,5 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: BZ: O für Oschatz (?) (Scheffler 1965, Bd. 2, S. 1028; bei R³ 4357 unter Osterode)
MZ: IV für einen unbekannten Goldschmied aus Oschatz (Scheffler 1965, Bd. 2, S. 1028; bei R³ 4362 aus Osterode)
Die Marken befinden sich auf dem gewellten Standring des Fußes.


Literatur:
  • Schütte, Rudolf-Alexander: Die Silberkammer der Landgrafen von Hessen-Kassel. Bestandskatalog der Goldschmiedearbeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts in den Staatlichen Museen Kassel. Kassel / Wolfratshausen 2003, S. 244-247, Kat.Nr. 55.


Letzte Aktualisierung: 04.05.2018


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13. März 2018, 16:43 Uhr:
Vorschlag: Meister Christoph Uder aus Osterode am Harz
Das Beschauzeichen "O" in Kombination mit dem Meisterzeichen "CV" (nicht IV!) deuten auf den Goldschmied Christoph Uder (1598-1667) aus Osterode. BZ+MZ sowie der Nautilus selbst weisen Parallelen zum Osteroder Vierfachpokal jenes Meisters auf, der derzeit im HAUM in Braunschweig ausgestellten ist. Uder schuf den Vierfachpokal im Auftrag seiner Heimatstadt Osterode 1649 (Regierungssitz des Fürstentums Grubenhagen) als Huldigungspräsent für den Celler Herzog Christian Ludwig von BS-LG.
Christoph Uder entstammte einer Osteroder Goldschmiedefamilie, heiratete 1627 und erwarb im gleichen Jahr das Osteroder Bürgerrecht.
Lit: Lorenz Seelig: Katalog der Huldigungspräsente für die Herzöge von BS und LG, in: Patrimonia 2010, Kat.-Nr. 15, S. 63-65, Tafel 3; Ingrid Kreckmann: Über das Goldschmiedehandwerk und die Osteroder Goldschmiede im 16.-19. Jahrhundert, in: Heimatblätter für den südwestlichen Harzrand, Heft 53, 1997, S. 93-109, hier S. 100; Scheffler 1965,2, S. 1029 Osterode Nr. 2a, 4.

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