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Demonstrationsobjekt zur Lehre vom Keil



Demonstrationsobjekt zur Lehre vom Keil


Inventar Nr.: APK F 4
Bezeichnung: Demonstrationsobjekt zur Lehre vom Keil
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 2. Hälfte 18. Jahrhundert
Objektgruppe: physikalisches Gerät
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Holz, Metall (beschichtet), Textil
Maße: 81 x 30 x 29,5 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Mit diesem Instrument kann vorgeführt werden, welchen Winkel und welche Kraft ein Keil haben muss um zwei unterschiedlich beschwerbare Rollen auseinander drücken zu können.

1720 erschien die erste Auflage von Willem Jacob ’s Gravesandes Lehrwerk "Physices Elementa Mathematica", in dem zahlreiche Stiche der Modelle abgedruckt wurden, die er als Lehrmittel an der Universität Leiden nutzte. Das Buch hatte weitreichende Wirkung: unter anderem ließ John Theophilus Desaguliers Instrumente daraus nachbauen und führte sie in Sitzungen der Royal Society vor. Die Kasseler Sammlung von Demonstrationsmodellen entspricht ebenfalls sehr genau den Stichen. Es ist nicht auszuschließen, dass ’s Gravesande selbst den Bau der Instrumente bei einem seiner langen Aufenthalte in der Stadt 1721 und 1722 beaufsichtigte. Gedacht waren die Modelle sicherlich für das Collegium Carolinum, das im Kunsthaus Landgraf Carls seinen Sitz hatte. Genutzt wurden sie daher vermutlich von Peter Wolfart (Hanau 1675–1726 Kassel), der von 1708 bis 1726 eine Professur für Experimentalphysik am Collegium Carolinum innehatte, sowie von seinen Studenten.

(R. Giesemann, 2018)


Literatur:
  • Willem Jacob 's Gravesande: Physices Elementa Mathematica, Experimentias Confirmata. Sive Introductio ad Philosophiam Newtonianam. 2. Aufl. 1742.
  • Bungarten, Gisela (Hrsg.): Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa. Ausstellungskatalog. Kassel, Museumslandschaft Hessen Kassel. Petersberg 2018, Kat.Nr. X.151, S. 539-542.


Letzte Aktualisierung: 20.07.2018


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