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Maria mit dem schlafenden Jesusknaben und Heiligen



Maria mit dem schlafenden Jesusknaben und Heiligen


Inventar Nr.: 1875/1631
Bezeichnung: Maria mit dem schlafenden Jesusknaben und Heiligen
Künstler / Hersteller: Ludwig Emil Grimm (1790 - 1863)
Datierung: 1824
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 89 x 65 cm (oben halbrunder Abschluss) (Bildmaß)
Beschriftungen: Signatur: bez.u.l. (auf dem Schwert des Hl. Georg): LE Grimm. (LEG monogrammiert) p.1824.
verso auf dem Keilrahmen: Cassel Landesbibliothek


Katalogtext:
Vor einem weiten Landschaftsausblick auf Felsen und das Meer bei Sonnenuntergang sitzt im Zentrum des Gemäldes Maria in rotem Gewand und blauem Mantel und hält den nackten, schlafenden Jesusknaben in ihren Armen. Sie ist umgeben von Heiligenfiguren und Engeln. Hinter ihr steht Joseph, die Hände zum Gebet gefaltet. Rechts sitzt in graubrauner Kutte der bärtige Augustinus und blickt von seinem Buch auf. Links kniet, Maria anbetend, der jugendliche Hl. Georg in Rüstung mit Schwert und Drachen. Die Gottesmutter flankieren im Vordergrund zwei am Boden sitzende Engel: der linke flicht aus einem blühenden Rosenstrauch die Dornenkrone, der rechte hält Kelch, Kreuz und Märtyrerpalme, Symbole, die auf den Opfertod Christi hinweisen.
Grimm, der das Gemälde in zahlreichen Vortsudien sorgfältig vorbereitet hatte, verstärkt den religiösen Symbolgehalt der symmetrischen Komposition, die sich am Typus der "Sacra conversatione" der italienischen Renaissance orientiert, mit einer gezielten Lichtführung: Lichtquelle ist der Jesusknabe selbst - in ihm bündelt sich das Licht und strahlt auf die übrigen Figuren aus.



Literatur:
  • Boetticher, Friedrich von: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Leipzig 1941, S. 411, Kat.Nr. 2.
  • Ludwig Emil Grimm 1790-1865. Maler, Zeichner und Radierer, Museum Fridericianum - Kassel/Schloss Steinheim - Hanau. Kassel 1985, S. 283-285, Kat.Nr. 194.
  • Koszinowski, Ingrid; Leuschner, Vera: Ludwig Emil Grimm. Zeichnungen und Gemälde. Bde. 2. Marburg 1990, S. 401 (Bd. 1), Kat.Nr. Ö 41.


Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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