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Kolonnade



Kolonnade


Inventar Nr.: KP B VI/II.250
Bezeichnung: Kolonnade
Künstler / Hersteller: Wilhelm I. Kurfürst von Hessen-Kassel (1743 - 1821)
Datierung: um 1760-1770
Objektgruppe: Modell / Miniaturgegenstand
Geogr. Bezug: Kopenhagen oder Hanau
Material / Technik: Elfenbein, gesägt, gedrechselt, geschnitzt, und poliert; Ebenholz
Maße: 45,8 cm (Durchmesser)
16,5 cm (Höhe)


Katalogtext:
Das "Inventarium über Kunstsachen aus Bernstein, Elfenbein [...]" aus dem späten 18. Jahrhundert vermerkt am Ende eines Eintrags über vier Elfenbeindrechselarbeiten: "Nota. Die 4 Stück von Nr. 250-253 sind von dem Herren Landgrafen Wilhelm IX. zu Hessen als Erbprinzen zu Hanau gefertigt". Die Kolonnade, aufgeführt als Nr. 250, gilt seitdem als eigenhändiges Werk Wilhelms IX. von Hessen-Kassel, wenngleich vermutet werden darf, dass ihm ein erfahrener Künstler zur Seite stand.
Seine Ausbildung in der Drechselkunst hatte Wilhelm als Prinz in Dänemark erhalten, wo er mit seinen Brüdern von 1756 bis 1762 im Exil weilte. Unter der Anleitung des dänischen Hofelfenbeindrechslers Lorenz Spengler, dem bedeutendsten Meister seiner Zeit, schuf Wilhelm dort mindestens acht Werke, die sich in den königlichen Sammlungen in Kopenhagen erhalten haben. Von seiner lebenslangen Beschäftigung mit dieser Kunst zeugen neben der Kolonnade und drei weiteren Werken in der Kasseler Sammlung auch sein Nachlass, in dem sich sieben Drehbänke befanden.
(10.10.2018, Antje Scherner)



Literatur:
  • Bückling, Maraike [Hrsg.]; Haag, Sabine [Hrsg.]: Elfenbein. Barocke Pracht am Wiener Hof. Liebighaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main, 3. Februar bis 26. Juni 2011. Eine Ausstellung der Liebighaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien. Petersberg 2011, S. 221.
  • Scherner, Antje [Bearb.]; Cossalter-Dallmann Stefanie [Bearb.]: Aus der Schatzkammer der Geschichte. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Petersberg 2016, S. 170.


Letzte Aktualisierung: 05.07.2022


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