Pelike



Pelike


Inventar Nr.: T 561
Bezeichnung: Pelike
Künstler / Hersteller: Chigi-Maler, Umkreis
Datierung:
3. Viertel des 4. Jh. v. Chr.
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezüge: Apulien
Material / Technik: Orangegelber Ton; mattglänzender, schwarzer bis mittelbrauner Überzug; weiße, dunkelrote und orangegelbe Deckfarbe.
Maße: Fußdurchmesser 12,2 cm (Durchmesser)
Mündungsdurchmesser 14,8 cm (Durchmesser)
größter Durchmesser 19,5 cm (Durchmesser)
30,2 cm (Höhe)


Katalogtext:
Das Gefäß hat einen bauchigen Körper mit fließendem Übergang zum Hals, der einen nach außen schwingenden Lippenrand aufweist. Der tellerförmige Fuß setzt sich vom Körper durch eine Rille ab, die Fußplatte ist zweifach profiliert. Die Henkel sind dreikantig geformt. Unter dem Lippenrand ist am Hals eine scharfgratige Profilkante gebildet. Das Gefäß ist auf beiden Seiten über einem umlaufenden Kreuzplatten-Mäander-Band verziert. Auf die Vorderseite sind zwei Akanthusstengel gemalt, aus denen eine Vielzahl von Ranken mit unterschiedlichen Knospen und Blüten herauswächst. In der Mitte wächst aus Akanthusblättern und dünnen Ranken eine offene Mohnblute hervor; darauf ist ein tanzendes Mädchen in langem Chiton und Mantel mit Kopfbinde, Ohrringen und Halskette dargestellt. Der Gefäßhals ist mit einem sich überkreuzenden S-förmigen Volutenband mit Zweigen und Rosetten in den Zwickeln und einem Eierstab mit Knospenkette darunter verziert. Auf der Rückseite ist über einer weiß gepunkteten Standlinie rechts ein auf einem Felsen sitzender Eros mit Arm- und Fußreifen, Haube, Hals- und Brustkette wiedergegeben. In der Linken hält er eine Tänie, in der vorgestreckten Rechten einen Spiegel. Von links kommt eine Frau im Peplos, geschmückt mit Stephane, Halskette und Armbändern. In der vorgestreckten Linken hält sie ein Kästchen. Zwischen den beiden Figuren steht ein Pfeiler mit einem runden Gegenstand (Altar). Über den Figuren sind eine Rosette und zwei aufgehängte Tänien wiedergegeben. Unter und über der gepunkteten weißen Linie liegen ein Alabastron und runde sowie ovale Gegenstände, wahrscheinlich Aryballoi. Der Hals ist mit einem Lorbeerkranz zwischen zwei tongrundigen Linien versehen. Unter den Henkeln breitet sich jeweils eine von Ranken und vierblättrigen Rosetten flankierte Palmette aus; um die Henkelansätze darüber ist halbkreisförmig je ein Strahlenmusterband gemalt.

Die Pelike ist in Unteritalien als Grabbeigabe für Frauenbestattungen verwendet worden. Die dargestellten Themen sind vorwiegend dem Frauenbereich entnommen.

(Yfantidis 1990)


Literatur:
  • Yfantidis, Konstantinos: Antike Gefäße. Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Eine Auswahl. Melsungen 1990, Kat.Nr. 188, S. 262.


Letzte Aktualisierung: 08.04.2019


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