Pseudo-Brakteat mit Darstellung der Heiligen Elisabeth, sog. Seeländersche Fälschung



Pseudo-Brakteat mit Darstellung der Heiligen Elisabeth, sog. Seeländersche Fälschung


Inventar Nr.: KP MK 491/11
Bezeichnung: Pseudo-Brakteat mit Darstellung der Heiligen Elisabeth, sog. Seeländersche Fälschung
Künstler / Hersteller: Nikolaus Seeländer (um 1690 - 1744)
Datierung: vor 1725
Objektgruppe:
Geogr. Bezug: Niedersachsen oder Hessen
Material / Technik: Silber, geprägt. Kanten achteckig abgeschlagen.
Maße: ,369 g (Gewicht)
2,4 cm (Höhe)
0,4 mm (Dicke)
2,4 cm (Breite)
Nachweis/Zuordnung: Hoffm. Bd. I (1862), S. 3, Nr. 6


Katalogtext:
Bei der einseitig geprägten Münze (Brakteat) handelt es sich um ein frühes Beispiel für Münzfälschungen, die gezielt für einen Markt von Sammlern und Liebhabern gefertigt wurden.
Der in Hannover tätige Kupferstecher Nikolaus Seeländer (1682-1744), der sie 1725 in einem Landgraf Carl von Hessen-Kassel (reg. 1677-1730) gewidmeten Traktat erstmals beschrieb, erwähnt, dass sie aus dünnem feinen Silber geprägt sei, "vielleicht vor diejenigen, so sich die H. Elisabeth vor eine Schutz-Heiligin erwählet, und als ein Angehenge einfassen, um solches bey sich zu tragen."
Das Münzbild der Brakteatenfälschung orientiert sich an einem 1506 geprägten Rheinischen Gulden Landgraf Wilhelms II. von Hessen (reg. 1493-1509, gen. der Mittlere). Allerdings ist der Bettler zu Füßen der Heiligen nun nicht links, sondern rechts dargestellt.
(19.05.16, Antje Scherner)


Literatur:
  • Hoffmeister, Jacob C. C.: Historisch-kritische Beschreibung aller bis jetzt bekannt gewordenen hessischen Münzen und Marken in genealogisch-chronologischer Reihenfolge. Leipzig 1862 ff, Kat.Nr. 6, S. Bd. I, S. 3.
  • Klüßendorf, Niklot: Die heilige Elisabeth im hessischen Münzbild. In: Abhandlungen der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft, Bd. 56 (2006), S. 51-89, S. 56.
  • Klüßendorf, Niklot: Der angebliche Elisabeth-Brakteat des Nikolaus Seeländer (1682-1744). In: Jahrbuch der Gesellschaft für Thüringer Münz- und Medaillenkunde e.V. 17 (2006/2007), S. 131-135.


Letzte Aktualisierung: 17.06.2019


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