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Terrine aus dem Service der Kurfürstin Auguste, Gemahlin von Kurfürst Wilhelm II.



Terrine aus dem Service der Kurfürstin Auguste, Gemahlin von Kurfürst Wilhelm II.


Inventar Nr.: KP 1962/40
Bezeichnung: Terrine aus dem Service der Kurfürstin Auguste, Gemahlin von Kurfürst Wilhelm II.
Künstler / Hersteller: Carl Heinrich Kördell (1789 - 1835)
Auguste Kurfürstin von Hessen-Kassel (1780 - 1841), Besitzerin
Datierung: 1822-1824
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Silber, innen vergoldet
Maße: insgesamt: 5236,7 g (Gewicht)
Höhe insgesamt: 54 cm (Höhe)
Deckel: 26,3 cm (Durchmesser)
Deckel: 12,5 cm (Höhe)
Terrine: 26,4 cm Dm. innen (Durchmesser)
Terrine: 36,2 cm (Länge)
Terrine: 29,5 cm (Höhe)
Untersatz: 33,8 cm (Durchmesser)
Untersatz: 12 cm (Höhe)
Beschriftungen: Beschriftung allg.: BZ: Kassel mit D, verschlagen (Neuhaus/Richter 29)
Beschriftung allg.: MZ: KÖRDEL für Carl Heinrich Kördell (Neuhaus/Richter 126c)


Katalogtext:
Die große Terrine mit zwei sich am Gefäß heraufwindenden Schlangenpaaren als Henkel bildete einst das Zentrum einer aufwendigen Tafeldekoration und folgte - in vereinfachter Form - der Gestaltung der Terrine aus dem Krönungsservice (1789-1804) für Napoleon I. des französischen Silberschmiedes Henry Auguste. Vermutlich diente sie als Pot d'oille, als Terrine für die sog. Olla podrida, eine Art Eintopf spanischen Ursprungs. Das Monogramm am Untersatz in Form zweier verschlungener A unter dem Fürstenhut weist auf die einstige Besitzerin Kurfürstin Auguste hin. Ein späteres Besitzermonogramm, FB unter schwedischer Grafenkrone, ziert die Gegenseite des Untersatzes.
Als Tochter König Friedrich Wilhelms II. von Preußen wurde Auguste 1797 aus politischem Kalkül mit dem Hessen-Kasseler Erbprinzen Wilhelm (II) verheiratet. Die schwierige Ehe wurde 1815 in einem geheimgehaltenen Trennungsvertrag geschieden, nicht zuletzt wegen Wilhelms Mätresse Emilie Ortlöpp, der späteren Gräfin von Reichenbach-Lessonitz. 1821 bezog Auguste das Schlösschen Schönfeld am Südwestrand Kassels, das bald zum Zentrum eines Künstler- und Gelehrtenzirkels, des sog. "Schönfelder Kreises" wurde. 1823 ließ der Kurfürst den oppositions-verdächtigen Kreis auflösen, 1825 verließ Kurfürstin Auguste unter anderem wegen zunehmender Repressalien gegen die Opposition Kassel und kehrte erst 1831 wieder zurück. Das Service gehörte zum Haushalt des in klassizistischem Stil errichteten Schlösschen Schönfeld.
(3.4.2018, Antje Scherner)


Literatur:
  • Neuhaus, Rainer; Schmidberger, Ekkehard: Kasseler Silber. Eurasburg 1998, Kat.Nr. 234, S. 235-237.


Letzte Aktualisierung: 21.11.2019


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