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Schrank der Anna Katharina Francke aus Grandenborn (Ringgau)



Schrank der Anna Katharina Francke aus Grandenborn (Ringgau)


Inventar Nr.: 6 G 35
Bezeichnung: Schrank der Anna Katharina Francke aus Grandenborn (Ringgau)
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 1793
Objektgruppe: G Schränke, Buffets (06 Möbel)
Geogr. Bezug: Grandenborn (Europa->Deutschland->Hessen->Werra-Meißner [Landkreis]->Ringgau [Gemeinde])
Material / Technik: Holz: Nadelholz, gefasst; Metall: Eisen; Papier
Maße: 190,5 x 150 x 63 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Eintüriger, senkrecht geteilter Schrank auf zwei Winkelfüßen vorn und zwei rechteckigen Klötzchen hinten; über der Tür Inschrift: "Anna Catharina Johannes Franckens Tochter, aus Grandenborn, den 16. Febr. Anno 1793". Grundfarbe der Fassung ist ein wechselndes Braun, weitere Bemalung in Blau, Rot, Weiß und Grün, Motive: Sterne und Blumen auf rotem oder blauem Grund; teilweise holzimitierende (?) Fassung, insbesondere auf dem Kranzgesims und dem Sockel; zudem eingeritztes und bemaltes Bandwerk.
Gemalte Motive (auf rotem oder blauem Grund): Sterne (auf Seitenwänden und Rahmenbrettern) und Blumen (auf Rahmenbrettern und Türfüllungen), unter anderem Tulpen.
Konstruktion: Schrank in der Mitte senkrecht geteilt; die Rahmenbretter sind mit Holznägeln auf den Brettern der Seitenwände befestigt, ebenso die grob gehobelten Bretter der Rückwand; jeweils zwei waagrechte Bretter über und unter der Tür gespundet; die Deckenbretter sind in die Bretter der Seitenwände verzinkt und mit Holznägeln an den Brettern der Rückwand und der Frontseite befestigt; der Boden ist ebenso konstruiert.
Das Kranzgesims wurde vermutlich nachträglich mit Eisennägeln befestigt; es umgreift die Seitenwände und die Frontseite: Konstruktion: ein auskragendes liegendes Brett oben, darunter ein schräggestelltes, karniesförmig profiliertes, am unteren Rand getrepptes Brett; der Sockel besteht auch an der Front und den Seiten aus einem stehenden Brett, darunterliegend befindet sich eine breite Leiste, beide bilden einen rechten Winkel, darin gewölbte Leiste.
Tür mir Rahmen aus zwei Längs- und drei Querbrettern; das obere und untere Querbrett mit Zapfen und gefälzt mit den Längsbrettern verbunden, das mittlere mit sehr kurzen Zapfen, alle zusätzlich mit Holznägeln befestigt; die beiden Füllungsbretter sind facettiert durch angeschrägte Ränder und von hinten mit schmalen profilierten Leisten befestigt, vorne breite profilierte Leisten an den Rändern.
Innen Verriegelung (unten und oben) durch zwei parallele Leisten entlang der Fugen der Decke und des Bodens; Leisten in der Mitte durchstoßen, dadurch die verkeilten Riegel; Drehgelenke der Tür aus eisernen Schippenbändern (genietet) und eisernen Stützkolben (innen verschraubt). Das Schlüsselschild und das Kastenschloss bestehen ebenfalls aus Eisen.
(Lothar Voigt, 1991; Überarbeitung: Bettina von Andrian, 2018)


Literatur:
  • Voigt, Lothar: Ländliche Schränke aus Osthessen und Westthüringen. Mit Anhang: "Zur Lage des ländlichen Schreinerhandwerks in Kurhessen im 18. und 19. Jahrhundert". Kassel 1992, Kat.Nr. 1, S. 23, 51.


Letzte Aktualisierung: 14.12.2018


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