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Schrank, zweitürig



Schrank, zweitürig


Inventar Nr.: 6 G 8
Bezeichnung: Schrank, zweitürig
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 18.Jh.
Objektgruppe: G Schränke, Buffets (06 Möbel)
Geogr. Bezug: Schmalkalden [Kreisstadt] (Europa->Deutschland->Thüringen [Bundesland]->Schmalkalden-Meiningen [Landkreis])
Material / Technik: Holz: Nadelholz, Türrahmung aus Eiche, Holz gefasst; Metall: Eisen
Maße: 227 x 209 x 74 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Senkrecht in der Mitte geteilter Schrank auf vier flachen Füßen, mit Kranzgesims und Sockel, Korpus innen verriegelt; grüne Grundfarbe, mit roten und ockerfarbenen Zierelementen; Türen mit je zwei aufgesetzten, rechteckigen, bemalten Dekorfeldern (eines leer): auf hellem Grün eine Vase mit Blumenstrauß; an den Seiten der Front senkrechte schmale Dekorfelder; erhabener geschnitzter Schmuck: oben drei Löwenköpfe, der mittlere umgeben von Akanthuswerk; in der Sockelzone drei groteske Masken.
Auf den Seitenwänden jeweils längliche Felder mit nicht mehr erkennbarer Malerei, die Felder sind ockerfarben und zinnoberrot umrissen. Auf den ausgegründeten seitlichen Rahmenbrettern und dem mittleren Brett der Frontseite werden durch schmale zinnoberrote Leisten jeweils fünf Felder umgrenzt: unten ein rechteckiges ockerfarbenes (Malerei darin nicht mehr erkennbar), darüber ein längliches Feld mit schwalbenschwanzförmigem oberem Abschluss und einem auf rosa Grund gemalten Blütenbaum; es folgt ein sechseckiges ockerfarbenes Feld, über dem sich die beiden unteren spiegelbildlich wiederholen.
Die erhabenen Dekorfelder der Türen sind mit zinnoberroten und hellgrünen, bräunlich maserierten Profilleisten (konvex und konkav) eingefasst. An der Front des Kranzgesims befinden sich drei geschnitzte Löwenköpfe (in der Mitte und außen), der mittlere ist von geschnitztem Akanthuswerk umgeben, in der Sockelzone unterhalb der Türen entsprechend den Löwenköpfen oben drei geschnitzte groteske Masken.
Die Rahmenbretter sitzen auf den stumpf aneinandergefügten Brettern der Seitenwände, auf den Seitenwänden sind die Bretter der Rückwand befestigt, letztere sind in der Mitte gespundet und besitzen eine Nut, sonst stumpfe Fugen; die Bretter des Bodens und der Decke sind eingelassen und an ihren Stirn- und Längsseiten durch Holznägel mit den senkrechten Brettern verbunden; zwischen den beiden Türen befindet sich ein durchgängiges Brett.
Die Türen bestehen aus je zwei Längs- und drei verzapften Querbrettern; die zwei Füllungsbretter je Tür sind mit einer Falz versehen und von hinten eingeschoben; darauf ist die "Kissen"-Konstruktion angebracht (offenbar nur verleimt); sie besteht aus vier kräftigen, konkaven und konvexen, auf Gehrung geschnittenen Profilleisten und einem oberen Brett mit Malerei, das von außen eingesetzt ist; unter- und oberhalb der Türen sind die Bretter gespundet und mit Nuten in die Rahmenbretter und das mittleres Brett eingesetzt.
Das Gesims ist auf eine umlaufende Leiste aufgesetzt; seine tragenden Bretter sind über Eck miteinander verzinkt, in die beiden rechten Winkel sind stabilisierende Leisten eingesetzt; auf den Brettern sind auskragende liegende Bretter angebracht, in dem rechten Winkel außen sitzt eine Profilleiste, am unteren Ende der tragenden Bretter eine getreppt profilierte Leiste, den oberen Abschluss bildet eine noch weiter auskragende, gekehlte Leiste.
Unterhalb der Tür verläuft rundum eine profilierte Leiste (gekehlt, getreppt), die einen Sockelkasten vortäuscht; den unteren Abschluss des Korpus bilden eine schmalere und eine kräftigere Profilleiste.
Eisernes Schloss und kurze eiserne Bänder mit Scharnieren im Schrankinneren; Schlüssellochbeschläge aus Eisen, das linke blind; die linke Tür ist innen in mittlerer Höhe mit einem einfachen Riegel aus Eisen zu verschließen.
(Lothar Voigt, 1991; Überarbeitung: Bettina von Andrian, 2018)



Letzte Aktualisierung: 13.12.2018


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