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drei Magnetnadeln



drei Magnetnadeln


Inventar Nr.: APK F 399 (B 2,75)
Bezeichnung: drei Magnetnadeln
Künstler / Hersteller: Lothar Prof. Zumbach van Koesfeld (1661 - 1727)
Datierung: 1710
Objektgruppe: Magnetnadeln
Geogr. Bezug: Kassel
Material / Technik: Eisen, Messing, Papier (Schreiben), Glas (Schreiben)
Maße: je Magnetnadel 13 cm (Länge)
Beschriftungen: Beschriftung allg.: Diese Magnetnadeln können also bereittet werden, daß sie aller Orten der Welt, sich nach dem wahren Norden hinzu wenden, wan man zuvor die Declination deß Magneten solches Orts weiß, und die beydn Schwäntze der Magent Nadel also und viel von einander scheidet oder eröffnet, bis sich die Spitzen zu dem rechten Norden hinwendet. Inventiret durch Lothariiem? Zum Bach d Koesfeld M.D. et Math.prof. Cassel 1710


Katalogtext:
Eine Eigenart des magnetischen Feldes der Erde ist die sogenannte Deklination. Dies ist die Abweichung des magnetischen Feldes vor Ort vom geographischen (Nord-)Pol. Ein Kompass richtet sich nach dem Verlauf des Magnetfeldes am Punkt der Messung aus. Die Feldlinien des magnetischen Feldes laufen aber nicht in direkten Linien auf den magnetischen Pol, sondern können sich krümmen. Dies hängt mit der Erregung des Feldes in der Erdkruste zusammen, die Unregelmäßigkeiten hervorruft. In Europa war dies seit ca. 1400 bekannt, in China wurden erste Messungen dieser Abweichung bereits im Jahr 720 n. Chr. vorgenommen. Lothar Zumbach von Koesfeld entwickelte Magnetnadeln mit zwei Schenkeln, damit sich die Nadel immer auf den magnetischen Nordpol ausrichtet und nicht den Verlauf des magnetischen Feldes vor Ort anzeigt. Die Deklination war vor allem für Kompasse ein Problem. Es wurden schon im ausgehenden 17. Jahrhundert Forschungsreisen unternommen, um die Abweichungen weltweit zu bestimmen.

(B. Schirmeier, 2018)


Literatur:
  • Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa. Petersberg 2018, Kat.Nr. X.187, S. 557-560.


Letzte Aktualisierung: 01.08.2018


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