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Natürlicher Magnet



Natürlicher Magnet


Inventar Nr.: APK F 382 (K 10-15)
Bezeichnung: Natürlicher Magnet
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: vor 1765
Objektgruppe: Magnet
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Magnetstein
Maße:


Katalogtext:
Sogenannte natürliche Magnete hatten eine große Anziehungskraft – auf Gelehrte und an Kuriosem Interessierte. Auch Adelige sammelten solche Objekte für ihre Kuriositätenkabinette. Hier war vor allem ausschlaggebend, wie stark diese in der Natur gefundenen Magnete waren. Sie wurden mit kunstvollen Gestellen oder Geschirren versehen, da sie häufig recht klein waren.

Auch Landgraf Carl (1654-1730) interessierte sich sehr für Magnete. Er veranlasste ihren Kauf und ermunterte die Wissenschaftler im Collegium Carolinum, sich mit diesen Phänomenen zu beschäftigen. Die entsprechenden Objekte wurden im Mathematischen Zimmer des Kunsthauses aufbewahrt.

Dieser natürliche Magnet stammt ursprünglich aus der Sammlung des niederländischen Gelehrten Nicolas Hartsoeker (1656–1725). Er könnte auf Vermittlung von Lothar Zumbach von Koesfeld erworben worden sein. Zumbach war zu dieser Zeit Professor für Astronomie und Mathematik am Collegium Carolinum. Hartsoeker trennte sich anscheinend nur schweren Herzens von ihm für 100 Rheinische Gulden. In einem Empfehlungsschreiben beschreibt Zumbach von Koesfeld die ungewöhnlich hohe Last, die der Magnet von der Größe einer Haselnuss anheben kann. Für den Magneten wurde ein Geschirr als Montierung gebaut.

(B. Schirmeier, 2018)


Literatur:
  • Bungarten, Gisela (Hrsg.): Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa. Ausstellungskatalog. Kassel, Museumslandschaft Hessen Kassel. Petersberg 2018, Kat.Nr. X.184, S. 557-560.


Letzte Aktualisierung: 01.08.2018


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