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Mikroskop



Mikroskop


Inventar Nr.: APK F 231
Bezeichnung: Mikroskop
Künstler / Hersteller: Giuseppe Campani (1635 - 1715)
Datierung: um 1700
Objektgruppe: optisches Demonstrationsgerät
Geogr. Bezug: Rom
Material / Technik: Glas, Holz, Messing (vergoldet), Eisen
Maße: 2 bikonvexe Linsen 13,9 mm (Durchmesser)
9 cm (Höhe)
MIkroskop 3 cm (Durchmesser)
1 bikonvexe Linse 8,5 mm (Durchmesser)


Katalogtext:
Eine Modifikation des einfachen Mikroskops war das sogenannte Screw-Barrel-Mikroskop. Dabei ist ein Zylinder mit der Linse in einen weiteren eingeschraubt. Durch das Gewinde lässt sich das Bild fokussieren. Wegen dieses „Schraub-Zylinders“, im Englischen „Screw-Barrel“, erhielt das Mikroskop seinen Namen.

Die Screw-Barrel-Mikroskope hatten entweder eine oder zwei Linsen, deren Brennweite ein wenig größer war als die der Einfachen Mikroskope. Dies erleichterte die Benutzung, andererseits funktionierten die Screw-Barrel-Mikroskope nur als Durchlichtmikroskop. Das bedeutete, das zu untersuchende Präparat musste dünn genug sein, damit das Licht hindurch fallen konnte. Dickere, lichtundurchlässige Objekte waren nur schwer oder gar nicht zu untersuchen.

Es ist möglich, wenn auch nicht nachweisbar, dass Landgraf Carl von Hessen-Kassel (1654-1730) bei seiner Italienreise 1699/1700 das Mikroskop von Campani in dessen Werkstatt in Rom kaufte, die er nachweislich selbst aufgesucht hatte. Von Campani befinden sich noch weitere Objekte in der Sammlung des Astronomisch-Physikalischen Kabinetts.

(B. Schirmeier, 2018)


Literatur:
  • Bungarten, Gisela (Hrsg.): Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa. Ausstellungskatalog. Kassel, Museumslandschaft Hessen Kassel. Petersberg 2018, Kat.Nr. X.208, S. 571-572.


Letzte Aktualisierung: 11.06.2019


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