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Porträt Friedrich Wilhelm Ferdinand Ritter von Breithaupt



Porträt Friedrich Wilhelm Ferdinand Ritter von Breithaupt


Inventar Nr.: AZ 485
Bezeichnung: Porträt Friedrich Wilhelm Ferdinand Ritter von Breithaupt
Künstler / Hersteller: Berta von Breithaupt (1847 - 1904), Maler/in
Dargestellt: Wilhelm von Breithaupt (1809 - 1889 oder 1899), Dargestellt
Datierung: um 1870
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Leinwand
Maße: 79 x 66,5 cm (oval) (Bildmaß)
Leihgeber: Stadt Kassel, Städtische Kunstsammlungen
Beschriftungen: Signatur: bez. M.l.: B.v.Breithaupt ft.
verso auf dem Keilrahmen: S. 42
verso auf dem Keilrahmen Stempel: Geprüft RPA Reviesor


Katalogtext:
Halbfigur des etwa 60-jährigen Vaters der Künstlerin in dunkler Uniform mit goldenem Kragen und Goldknöpfen, mit grauschwarzem Haar und Schnurrbart. Am Hals trägt er den russischen St.-Annen-Orden 2. Klasse, sowie auf der Brust acht weitere militärische Orden. F.W.F. Ritter von Breithaupt (1809-1889), Sohn des Hofmechanikers Friedrich Wilhelm Breithaupt (vgl. AZ 837), zu Lebzeiten "Granaten-Breithaupt" genannt, trat am 1.10.1825 in die kurfürstlich-hessische Artillerie ein. 1827 wurde er Portepee-Fähnrich und 1829 Secondelieutenant. Breithaupt studierte artilleristische Techniken und erfand den sogennanten Rotationszünder, eine Methode, den Zünder auf Zeit einzustellen. 1854 wurde Breithaupts Zünder in der kurhessischen Artillerie eingeführt. Zu den Orden an der großen Ordensspange (von l. nach r. 2-9): Am 14.11.1854 wurde Breithaupt von Kurfürst Friedrich Wilhelm II. von Hessen-Kassel der Wilhelmsorden 4. Klasse verliehen (8). 1859 wurde er als Major der Artillerie in Österreichs Dienst berufen. Kaiser Franz Joseph verlieh ihm den Orden der eisernen Krone 1. Klasse, mit dem der persönliche Adel verbunden war (2), und den Leopold-Orden (9). 1862 wurde er in den erblichen Ritterstand der österreichischen Monarchie erhoben. 1855 hatte er bereits hohe Auszeichnungen durch die Herrscher von Württemberg und Baden erhalten: den Orden der Württembergischen Krone (5) und den Orden vom Zähringer Löwen (7). 1866 verließ er den österreichischen Dienst als Oberstleutnant, um in seiner Heimatstadt Kassel seine Studien fortzusetzen. Nach dem türkischen Krieg, der erfolgreich mit Schrapnells nach Breithaupts System geführt wurde, erhielt er den St.-Annen-Orden 2. Klasse.
Außerdem, trägt er das Kreuz des preußischen Roten Adlerordens (3), des schwedischen Schwertordens (4) und das Ritterkreuz 1. Klasse des sächsischen Albrecht-Ordens (6).



Literatur:
Nachruf in der Kasseler-Post, 2.4.1889, Beilage zu Nr. 92, 24. Jg.; Th. Breithaupt, Chronik der Familie Breithaupt Bd. 1, 1898, S. 168-179; Kirchvogel, Die Feinmechaniker-Familie Breithaupt, in: Lebensbilder 1 (1939), S. 51-53.


Letzte Aktualisierung: 15.12.2020


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