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Gorgoneion-Skyphos



Gorgoneion-Skyphos


Inventar Nr.: T 816
Bezeichnung: Gorgoneion-Skyphos
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: um 560 v. Chr.
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezüge:
Entstehungsort der Vorlage: Griechenland, Athen
Fundort: Sizilien
Material / Technik: Orangeroter Ton mit Überzug, schwarzer Glanztonüberzug, stellenweise olivgrün oder braun verbrannt; weiße Deckfarbe weitgehend verloren; Ritzung
Maße: 11,8 cm (Höhe)
Höhe mit Henkel 12 cm (Höhe)
Mündungsdurchmesser 15,6 cm (Durchmesser)
Fußdurchmesser 10 cm (Durchmesser)


Katalogtext:
Der dickwandige Becher mit konischem, leicht gewölbtem Körper auf profilierter, kräftiger Fußscheibe hat zwei emporgebogene Horizontalhenkel; eine Rille außen unter der Mündung trennt die monochrome Lippe ab. Die Innenseite, die Henkel und der Fuß sind monochrom bemalt. Außen zeigen beide Seiten von der Lippe bis zum Band über dem Fuß einen bärtigen Gorgonen-Kopf; das Haar oben und seitlich ist wie der Bart und Mund der rechteckigen Bildfläche verzerrend angepaßt; die mandelförmigen Augenöffnungen, die weißen Augäpfel mit konzentrischen Kreisen für Iris und Pupille begleiten angedeutete Brauen und Nase mit rautenartigem Vierpunkt-Ornament dazwischen. Unter den Henkeln schwebt ein gegenständiges Palmettenmuster; innen ist das Gefäß bis auf einen Streifen unter dem Lippenrand schwarz überzogen.

Der Gorgoneion-Skyphos gehört einer attischen Gefäßgattung aus der zweiten Hälfte des 6. Jhs. v. Chr. an. Die Gorgonenmasken auf der Gefäßwandung haben apotropäischen (übelabwehrenden) Charakter; in der Punktmarkierung auf der Stirn wird ein magisches Zeichen vermutet.

(Yfantidis 1990)



Literatur:
  • Yfantidis, Konstantinos: Antike Gefäße. Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Eine Auswahl. Melsungen 1990, Kat.Nr. 87, S. 150-151.


Letzte Aktualisierung: 16.08.2019


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