Korinthisches Exaleiptron



Korinthisches Exaleiptron


Inventar Nr.: S 3
Bezeichnung: Korinthisches Exaleiptron
Künstler / Hersteller: Fiesole Painter
Datierung:
2. Viertel 6. Jh. v. Chr. / mittelkorinthisch (MC)
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezüge:
FundortGriechenland, Samos, Pythagorion, Westnekropole, Frauengrab 21
HerkunftGriechenland, Korinth
Material / Technik: Hellbrauner Ton; heller Überzug; schwarbraune Bemalung; Deckrot; Ritzung
Maße: ohne Henkel 18 cm (Durchmesser)
mit Henkel 22 cm (Durchmesser)
7,2 cm -7,5 cm (Höhe)
Boden 11,6 cm (Durchmesser)


Katalogtext:
Die flache gewölbte Schale auf konischem Standring hat einen horizontalen, schlaufenförmigen Bandhenkel mit abstehenden Enden und einen eingerollten Mündungsrand, so daß der Inhalt nicht auszugießen, sondern nur durch Hineinfassen oder Tupfen zu entnehmen ist. Die Ritzung und Bemalung mit einem Tierfries aus Panthern, Wildziegen, Stieren und einer Gans konzentriert sich auf die Wölbung des Randes oberhalb des Henkels, gefaßt von Reifen und Punktreihen. Außen ist das Gefäß tongrundig bis auf einen Reifen und den dunklen Henkel, den Standring und konzentrische Kreise auf der Standfläche; innen ist die Oberfläche durch monochrome Bemalung, etwa wie bei Trink- oder Mischgefäßen, versiegelt.

Das Exaleiptron hat als Behälter für Duftöl, Salben und Seifen gedient; darauf lassen auch die Vasenbilder mit Brautgemach-, Körperpflege- und Totenkultszenen schließen, in denen dieses Gefäß dargestellt ist. Das häufige Vorkommen in Gräbern kann auch mit seiner Benutzung beim Einsalben der Toten in Verbindung gebracht werden. Die Exemplare aus korinthischen Töpfereien - der Gefäßtyp ist auch in Metall belegt - waren anfangs figürlich und später zunehmend ornamental verziert.

(Yfantidis 1990)


Standring, darüber flache, gerundete Schale mit eingerolltem Mündungsrand mit einem schlaufenförmigen Horizontalhenkel mit abstehenden Enden. Henkel und Gefäßinnenseite monochrom. Bodenunterseite mit konzentrischen Kreisen, Körper mit Streifen dekoriert. Auf der Oberseite der Mündung Tierfries mit Panthern, Wildziegen, Stieren und einer Gans. Schwarz bemalt, zusätzlich Deckrot; Binnenritzung.

(Löwe in: Gercke 1996)


Literatur:
  • Yfantidis, Konstantinos: Antike Gefäße. Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Eine Auswahl. Melsungen 1990, Kat.Nr. 65, S. 117-118.
  • Gercke, Peter: Samos - die Kasseler Grabung 1894 in der Nekropole der archaische Stadt von Johannes Boehlau und Edward Habich. Melsungen 1996, Kat.Nr. 21,1, S. 37.


Letzte Aktualisierung: 30.10.2019


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