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Amalie Hassenpflug



Amalie Hassenpflug


Inventar Nr.: 1875/1234
Bezeichnung: Amalie Hassenpflug
Künstler / Hersteller: Karl Christian Andreae (1823 - 1904), Maler/in
Dargestellt: Amalie Hassenpflug (1800 - 1871), Dargestellt
Datierung: 1848
Objektgruppe: Gemälde
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 84 x 78 cm (Objektmaß)
Beschriftungen: Signatur: bez. u.r.: Carl Andreae 1848


Katalogtext:
Halbfigur in schwarzem Kleid mit Pelerine und weißem Spitzenkragen, geschmückt mit einer Kamee. Der pelzverbrämte Mantel ist über dem Sessel ausgebreitet. Das in der Mitte gescheitelte Haar, hängt in Locken über den Schläfen herab. Der Blick ihrer Augen ist ernst. Die linke Hand hält die Brille und ein Spitzentuch und ruht auf ihrem Schoß. Die Zimmerdecke im Hintergrund ist mit einer gemusterten Tapete dekoriert.
Amalie Hassenpflug (1800-1871), Tochter des Regierungspräsidenten Johannes Hassenpflug, war eine der begabtesten Persönlichkeiten der Romantik in Hessen. Auf ihren Bruder, den Minister Ludwig Hassenpflug (1794-1862), übte sie großen Einfluß aus. Durch ihre Schwägerin Lotte Grimm war sie mit dem Kreis um die Brüder Grimm bekannt. Über die Familie von Haxhausen trat sie mit der Dichterin Anette von Droste-Hülshoff in Verbindung, mit der sie sich eng befreundete. Ihr ganzes Leben hatte Amalie Hassenpflug dem Freundschaftskult gewidmet. Sie starb in Meersburg am Bodensee. Dort fand sie ihre letzte Ruhestätte an der Seite der Dichterfreundin.
Das Porträt entstand in Hannover, wo sie von 1845-1850 wohnte. Der Maler hatte in Rom mit dem Bildhauer Carl Hassenpflug (1824-1890), dem Neffen der Dargestellten, eine gemeinsame Wohnung.



Literatur:
  • Grineau, Johann: Amalie Hassenpflug, die Freundin von Deutschlands größter Dichterin. In: Hessenland 3 (1889), S. 5-7, 20-22, S. 5-7, 20-22.
  • Gronau, Georg; Luthmer, Kurt: Katalog der Staatlichen Gemäldegalerie zu Kassel. 2. Aufl. Berlin 1929, S. 4, Kat.Nr. 869.
  • Unveröffentlichte Bilder aus der Ausstellung Annette von Droste-Hülshoff und ihr Kreis im Landesmuseum Münster, Januar-März 1938. In: Westfalen 23, Heft 2 (1938), S. 176-178, S. 177, Kat.Nr. 4.
  • Losch, Ph.: Male Hassenpflug. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (1952), S. 104-111.


Letzte Aktualisierung: 08.09.2021


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