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Schreibtisch



Schreibtisch


Inventar Nr.: SM 2.3.118
Bezeichnung: Schreibtisch
Künstler / Hersteller: Heinrich Christoph Jussow (1754 - 1825), Entwurf (?)
Datierung: 1795 - 1806
Objektgruppe: Möbel / Schreibmöbel
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Eiche (Konstruktion, Schubladenfronten), rötlicher Überzug, Nadelholz (Schubladen), Vergoldung (Öl- und Polimentvergoldung), Beschriftungsschildchen aus Metall, Beschläge aus Metall, erneuerte schwarz-braune Lederfläche
Maße: 78,4 x 127,8 x 101 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Fünfschübiger, offener Schreibtisch auf vier löwenförmigen Stollen. Die sichtbaren Teile in Eiche gearbeitet, teilweise gefaßt und vergoldet; das übrige Korpus aus Weichholz. Die Löwenbeine auf je einer kräftigen, wohlmodellierten Tatze, die nach oben in eine Wade übergeht. Diese behaarte Wade ist gleichzeitig die Brust eines Löwen mit langer Mähne. Alle Beine in Polimentvergoldung mit rotem Bolus. Karyathidenhaft tragen diese Löwen die Eckpfosten des Möbelkorpus, denen wiederum halbierte, vergoldete Bündelpfeiler vorgelegt sind. Die Front dazwischen symmetrisch gebildet. Neben der mittleren Schublade, zwei übereinander liegende schmalere Schübe von enormer Tiefe. Vorne jeweils ein vergoldeter Profilrahmen; um die Schlüssellöcher hochovale Beschläge mit nicht ganz klar gekennzeichneten Ordenskreuzen. Darüber ein kleiner Löwenkopf mit einem Ring im Maul, der über den Beschlag herabfällt und ihn umschließt. An der Unterkante des Korpus umlaufendes Gesims mit einer eingelegten Kette von eckigen Gliedern, die durch Bünde abgeschnürt werden. Die verhältnismäßig tiefe Schreibplatte in massiver Eiche mit eingelegter Schreibfläche aus rotem Leder (ursprünglich schwarz). Nach hinten eine Fläche zur Platzierung der Reposituren (Inv.Nr. 2.7.623; 2.7.624). Die Platte umlaufend abgerundet und mit einem Messingband beschlagen.
Das Korpus nur auf den Schmalseiten mit einer Zarge versehen, der Mittelteil und die Front in Brettbauweise. Dieser Mangel einer druchgehenden Rahmenkonstruktion bewirkt ein Durchhängen der gesamten Konstruktion. Da aber auch der Aktenschrank (Inv.Nr. 2.5.169) in Brettbauweise angelegt ist, scheint diese unzeitgemäße Konstruktion, die Intention des altertümlichen, ''gothischen'' zu unterstreichen.

Inv. Grosse 11.2002




Siehe auch:


  1. SM 2.7.623: Repositorium, zu 11 Gefachen
  2. SM 2.7.624: Repositorium, zu 18 Gefachen
  3. SM 3.3.95: Geflügelter Löwe


Letzte Aktualisierung: 02.11.2020


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