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Becher mit hessischem Wappen und Hosenbandorden für Landgraf Wilhelm IX.



Becher mit hessischem Wappen und Hosenbandorden für Landgraf Wilhelm IX.


Inventar Nr.: KP B IX/I.42 = Lö 52?
Bezeichnung: Becher mit hessischem Wappen und Hosenbandorden für Landgraf Wilhelm IX.
Künstler / Hersteller: Altmündener Hütte
Heinrich Wilhelm Iselhorst
Datierung: 2.6.-11.11.1786
Objektgruppe: Gefäß
Geogr. Bezug: Hessen, Kassel
Material / Technik: Glas, geschnitten, blaue Emailfarbe, vergoldet
Maße: 12,3 cm (Höhe)
Standfläche 8,4 cm (Durchmesser)
Öffnung 9,2 cm (Durchmesser)


Katalogtext:
Der Becher entstand aus Anlass des Besuchs Landgraf Wihelms IX. von Hessen-Kassel in der Altmündener Glashütte. Darauf verweist sein Dekor: Das von zwei heraldischen Löwen präsentierte hessische Wappen auf der Vorderseite wird umrahmt vom englischen Hosenbandorden mit der Devise: "HONY SOIT QUI MAL Y PENSE". Wilhelm IX. hatte den englischen Orden am 2.6.1786 erhalten, woraus sich ein Terminus post quem für den fürstlichen Besuch und die Entstehung des Glases ergibt. Das Ereignis selbst wird in einer gereimten Inschrift auf der Rückseite des Bechers memoriert:
"Glückauf zeigt dieser Tag der Nachweld ahn / Der Fürst hat sich so tief herab gethan / Besucht die Hütt in Höchst eigener Person / Beglückt und lang regier Er Hessens Thron". Darunter steht die Jahreszahl 1786. In der Tat brach der im Oktober 1785 an die Regierung gelangte Wilhelm am 5. September 1786 zu seiner ersten Landbereisung auf, in deren Verlauf er die traditionsreiche hessische Glashütte besucht haben dürfte. Dort waren 1785 und 1786 neue Gebäude errichtet worden, die, so vermutet Dreier (Dreier 1996, S. 97), den Anlass für den fürstlichen Besuch boten.
(11.10.2018, Antje Scherner)


Literatur:
  • Dreier, Franz Adrian: Franz Gondelach: Baroque Glass Engraving in Hesse. In: Journal of Glass Studies 38 (1996), S. 9-227, Kat.Nr. 64, S. 97, 186.


Letzte Aktualisierung: 11.10.2018


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