Marra, Francesco La



Name: Marra, Francesco La
Namensansetzungen: Marra Francesco la
Nationalität: I
Lebensdaten: 1728 - 1787
Geburtsort: Martina Franca, Italien
Todesort: Neapel, Italien
Beruf: Maler, Kupferstecher


- Sein Werk ist noch rätselhaft (Kat. Poitiers 2006, S. 216). Vermutlich Schüler von Solimena.
- 1756 Heirat mit Maddalena Felice Teresa Jannizzi. In der Heiratsurkunde wird erwähnt, dass La Marra erst 1748 von Martina nach Neapel verzogen sei, als ein Jahr nach dem Tod von Solimena. Er kann demnach nicht dessen Schüler gewesen sein (Meyer 2001, S. 169). Vermutlich wurde er von einem lokalen Maler in Martina ausgebildet.
- erste greifbare Werke sind Radierungen. Deckengemälde der Sakrestei von San Domenico Maggiore in Neapel von Solimena. 1752 Veduta del Vesuvio. Zahlreiche Buchillustrationen.
- 1759 war er gemeinsam mit Jacopo Cestaro, Lorenzo di Caro und Alessio d'Elia an der Ausstattung der Kirche Santi Filippo e Giacomo mit drei Altarbildern beteiligt.
- 1760 zwei Altarbilder für Sant'Aspreno ai Crociferi.
- 1764 Fresko oberhalb des Altares der Congregazione dei Dottori, convento dei Girolamini.
- 1766 Versuch, als Bühnenmaler am Hof anzukommen in der Korispondenz von Vanvitelli bezeugt.
- Hauptwerk: "Raccolta di cinquanta disegni originali" von Giordano, Preti und Solimena, ausgeführt in Aquatinta. 1769 versucht La Marra Subskipsenten für die Publikation zu finden über eine Anzeige in der von dem Florentiner Herausgeber Anton Giuseppe Pagani initiierten Gazzetta Toscana. Dafür gibt er 2 Blätter heraus. Der Versuch mißlingt und das Werk erscheint erst 1792. Die Herausgeber waren die Terres Brüder, die vermutlich die Platten von Marras Erben erwarben zusammen mit seiner Zeichnungssammlung (Bestände in Wien und in Kopenhagen stammen aus dem Besitz der Brüder). Komplett vorhanden in London, National Art Library, Victoria and Albert Museum, RC.DD. 23.

- Zeichnungsbestände in Kopenhagen haben dieselbe Provenienz, wie diejenigen in Wien (Inv. Nr. 23228-23233, 34177-34224). Zeichnungen in Orléans tragen alte Zuschreibungen an Marra, aufgrund derer Vitzthum den Wiener Bestand gleichfalls Marra zugeschrieben hat. Sie wurden lange Giordano zugeschrieben.
- Bei De Dominici erwähnt. Künstlerlexikon von Fuessli, 1779, führt ihn als Schüler von Solimena auf. Geburtsjahr erst 2001 von Meyer durch Archivarbeiten herausgefunden.
- Obwohl viele Zeichnungen von seiner Hand erwähnt werden, bislang nicht möglich auch nur eine einzige Zeichnung zu einem ausgeführten Gemälde oder einer Radierung in Beziehung zusetzen. Meyer 2001, S. 169


Letzte Aktualisierung: 08.02.2017


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