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Schrank aus Obergrenzebach (?), zweitürig



Schrank aus Obergrenzebach (?), zweitürig


Inventar Nr.: 6 G 34
Bezeichnung: Schrank aus Obergrenzebach (?), zweitürig
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 2.H.18.Jh.
Objektgruppe: G Schränke, Buffets (06 Möbel)
Geogr. Bezug: Obergrenzebach (Europa->Deutschland->Hessen->Schwalm-Eder [Landkreis]->Frielendorf [Gemeinde])
Material / Technik: Holz: Eiche; Metall: Eisen
Maße: 206 x 216 x 79 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Zweitüriger, gefasster Schrank mit Kranzgesims, Sockelzone und fünf gedrückten Kugelfüßen; Fassung: mittelbrauner Grund mit aufgetragener dunkelbrauner Holzmaserung; auf den Türen und Seitenwänden je zwei weißgrundige Felder mit dunkelbrauner und roter Bemalung (Blütenkelche, Ornamente). Zwei blinde Schlüsselschilder (der Schlüssel wird daneben an einer verdeckten Stelle eingeführt), zwei eiserne Zugschilder mit rautenförmigem Beschlag, eiserne Türangeln und Beschläge.
Schräg gestellte, gewölbt profilierte Leisten betonen die Gesims- und Sockelzone; diese Zonen werden durch aufgesetzte profilierte (gewölbt, getreppt) Leisten unter und oberhalb der Türen gebildet. Vertikale Profilleisten befinden sich an den Außenkanten der Front, an den Rändern der Füllungsbretter sind verkröpfte Leisten (in Längsrichtung wellenförmig, im Profil gewölbt und getreppt) angebracht.
Bemalung des Schrankes in einem lehmfarbenen Braun, das dunkelbraun gemasert ist; die Füllungsbretter der Türen weisen eine weißen Untergrund auf, der mit dunkelbraunem und zinnoberrotem floralem Dekor (Blütenkelche u. a.) verziert ist. Die Sockel- und Kranzleisten sind mit hellen und dunklen Schrägstreifen bemalt.
Korpus: Die Rahmenbretter der Frontseite sind mit Holznägeln auf den Längsbrettern der Seitenwände befestigt, die beiden Längsbretter und die Rückwand ebenso; letztere aus vier Brettern und zwei Längsbrettern (Rahmen) zusammengesetzt; letztere mit Nuten, darin gespundete Rückbretter, diese an den gegenüberliegenden Längsseiten mit Holznägeln und stumpfen Fugen auf die Rückbretter gesetzt, Rückbretter in der Mitte gespundet; Kranzgesims mit Seitenbrettern in die Längsbretter verzinkt; die Decke besteht aus zwei Längsbrettern, diese sind auskragend oben aufgelegt und mit Holznägeln befestigt; die Holzverriegelung der beiden Gesimse mit dem Korpus (an den Seitenwänden innen) besteht aus zwei Leisten längs der aufeinanderstoßenden Stellen, dadurch ist von oben ein unten verkeilter Riegel geschoben; tragende Bretter der Gesimse mit Nuten, darin alle senkrechten, gespundeten Bretter des Korpus; das Sockelgesims ist wie das Kranzgesims konstruiert, die Bretter des Bodens unten verlaufen parallel zu den Seitenwänden; diese bestehen wie die Türen aus je zwei rahmenden Längs- und drei Querbrettern; die Füllungsbretter mit angeschnittener Feder rundum sind von hinten in die Rahmen geschoben.
Rechte Tür mit breiter profilierter Anschlagleiste und eingeritztem Rollwerk. Eisernes Kastenschloss innen; Eisenbänder; das durch das Rahmenbrett führende Scharnier ist innen verschraubt und auf Bänder (durch die Längsbretter des Rahmens) vernietet; Schlüsselschilde aus Eisen, der Schlüsssel wird jedoch an einer mit einem verschiebbaren Holzstückchen verdeckten Stelle am rechten Rand der Anschlagleiste in mittlerer Höhe eingeführt; Eisenzugknöpfe innen verschraubt. Die linke Tür ist von innen mit Eisenriegeln oben und unten zu öffnen.
(Lothar Voigt, 1991; Überarbeitung: Bettina von Andrian, 2018)


Literatur:
  • Voigt, Lothar: Ländliche Schränke aus Osthessen und Westthüringen. Mit Anhang: "Zur Lage des ländlichen Schreinerhandwerks in Kurhessen im 18. und 19. Jahrhundert". Kassel 1992, Kat.Nr. 12, S. 11, 52.


Letzte Aktualisierung: 17.12.2018


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