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Schrank, zweitürig



Schrank, zweitürig


Inventar Nr.: 6 G 29
Bezeichnung: Schrank, zweitürig
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 1673
Objektgruppe: G Schränke, Buffets (06 Möbel)
Geogr. Bezug: Hessen [Bundesland] (Europa->Deutschland)
Material / Technik: Holz: Eiche; Nadelholz; Metall: Eisen
Maße: 225 x 208 x 68 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Vertikal geteilter, mit transparentem Firnis versehener Schrank mit Kranzgesims und Sockel auf vier abgeflachten Kugelfüßen. Dekorelemente im Stil der Renaissance, insbesondere das spiegelsymmetrische Rollwerk (Furnierholz) auf schwarzem Grund (gemalt) und die eisernen Türangelbeschläge. Weiterhin plastischer Dekor durch profilierte Leisten und Brettchen. Am Kranzgesims aus dem Furnierholz ausgesägte, verschnörkelte Jahresangabe "1673", an der rechten Tür innen die Initialen "A M S" (Monogramm).
Die beiden Schrankhälften sind am Boden und an der Decke miteinander verriegelt (nachträglich durch Gratkeile). Die Rahmenbretter sitzen auf den Längsseiten der Seitenwände, ebenso die Bretter der Rückwand. Letztere sind mit stumpfer Fuge zusammengefügt und nur in der Mitte mit Nut gespundet. Die Deckenbretter an den Stirnseiten sind mit den Brettern der Seitenwände verzinkt. Der Boden ist im Rahmen etwas nach oben geschoben, seine Befestigungsweise nicht erkennbar. Ober- und unterhalb der Türen horizontale gespundete Bretter mit Nut.
Die Türen bestehen aus zwei Längs- und drei Querbrettern (verzapft), die Füllungsbretter besitzen einen Falz und sind von hinten in den mit profilierten Randleisten versehenen Rahmen geschoben. Die schwarz grundierten Türfüllungen sind mit spiegelsymmetrischem Rollwerk aus dünnem Furnierholz verziert. Die rechte Tür besitzt eine Anschlagleiste sowie ein Eisenschloss mit gepunzter Ornamentik. Auf der rechten Türinnenseite aus dem Holz gesägte Initialen "A M S". Auf beiden Türen befinden sich Schlüsselschilde aus Eisenblech (das linke ist blind) sowie geschwungene eiserne Angelbeschäge; die Stützkloben sind auf den Rahmenbrettern befestigt.
Auf der Decke sitzt das Kranzgesims, dessen tragende Teile (an den Seiten und vorn jeweils aus zwei übereinander gestellten Brettern bestehend) miteinander verzinkt und über beide Ecken mit einer schräg eingesetzten Leiste stabilisiert sind. Darauf liegen nach außen auskragende Bretter und eine im rechten Winkel profilierte Leiste.
Das spiegelsymmetrisches Rollwerk aus Furnierholz auf schwarzem Grund befindet sich am Kranzgesims (vorne und seitlich), an den Seiten (Rahmenbretter) und am Sockel. Die jeweiligen schwarz bemalten Felder sind an den Seiten oval, unten und oben an den Rändern konturiert gestaltet.
Auf den Rahmenbrettern befinden sich neben dem Rollwerk verschiedene Dekorfelder: oben und unten rechteckige Flächen aus Wurzelholz, umrandet von einer geriffelten Leiste; in der Mitte Schnitzwerk auf einem rechteckigen schwarzen, von geriffelten Profilleisten umrandeten Feld. Oben und unten aufgesetzte profilierte Brettchen.
(Lothar Voigt, 1991; Überarbeitung: Bettina von Andrian, 2018)



Letzte Aktualisierung: 13.12.2018


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