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Schrank, zweitürig



Schrank, zweitürig


Inventar Nr.: 6 G 20
Bezeichnung: Schrank, zweitürig
Künstler / Hersteller: unbekannt
Datierung: 2.H.18.Jh.
Objektgruppe: G Schränke, Buffets (06 Möbel)
Geogr. Bezug: Nordosthessen, Hessen [Bundesland] (Europa->Deutschland)
Material / Technik: Holz: Nadelholz, gefasst; Metall: Eisen, Messing
Maße: 213,5 x 212,5 x 73 cm (Objektmaß)


Katalogtext:
Zweitüriger Schrank auf drei Kufenfüßen, mit zwei Schubladen unten und Kranzgesims; Fassung: Grundfarbe Mittelbraun, mit Furnierimitation (Holzmaserung) an Türen und Seitenwänden, diese wahrscheinlich nicht ursprünglich. Durch aufgedoppelte, profilierte Leisten abgesetzte Felder, diese auf den Rahmenbrettern marmoriert, auf den Türen mit vier bildlichen Darstellungen (Frauenbüsten, Landschaftsdarstellungen), an den Seiten je zwei rechteckige, schwarzgrün marmorierte Felder.
Der Schrank ist in der Mitte senkrecht geteilt; auf die Bretter der Seitenwände sind die Rahmenbretter und Bretter der Rückwand genagelt (Holznägel), gespundete Rahmenbretter; die Decke ist mit den Brettern der Seitenwände verzinkt und mit Holznägeln auf die Bretter der Frontseite und die der Rückwand genagelt; unterer Boden ebenso, für die beiden Schubfächer unten sind im Schrank auf dem Boden eigens zwei Kästen konstruiert worden (mit eigenen Seitenwänden und Oberdecke), sodass in der Mitte zwischen diesen und innen an den Seitenwänden Hohlräume vorhanden sind; in dem mittleren Hohlraum befindet sich ein Gratkeil zur Befestigung der beiden Schrankhälften, ein solcher Keil befindet sich auch innen an der Decke; alle senkrechten Bretter sind durchgängig, sodass keine Gesimskästen vorhanden sind.
Der Eindruck eines Sockelkastens entsteht durch eine umlaufende profilierte Leiste; das aufgesetzte Kranzgesims besteht aus stehenden Querbrettern und darauf liegenden auskragenden Brettern, in den rechten Winkeln schräggestellt ist ein gewölbt profiliertes Brett; auf dem stehenden Brett unten ist eine Profilleiste vorgeblendet, auf dem liegenden Brett oben abschließend noch weiter auskragende Bretter mit stumpfen Fugen, innen mit zwei profilierten Gratleisten verbunden; auf den Türen je zwei aufgedoppelte Kissen (Bossen) mit bildlichen Darstellungen (oben Frauenporträts, unten Landschaftsdarstellungen); breite, profilierte Anschlagleisten;
Schlüssellochbeschläge aus Messing, (später) übermalt; an den Tür innen jeweils zwei vernietete Längsbänder aus verzinntem Eisen; Eisenschloss mit Messingplatte, diese mit getriebenen Rocaillen verziert und schwarz übermalt.
(Lothar Voigt, 1991; Überarbeitung: Bettina von Andrian, 2018)


Literatur:
Lothar Voigt: Ländliche Schränke aus Osthessen und Westthüringen. Hg.: Dr. Ulrich Schmidt, Staatliche Kunstsammlungen Kassel. Schriften zur Volkskunde, Bd. 5 (= Kataloge der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, Bd. 18), Kassel 1992, Tafel 5.


Letzte Aktualisierung: 13.12.2018


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