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Bett



Bett


Inventar Nr.: SM 2.7.604
Bezeichnung: Bett
Künstler / Hersteller: Johann Justus Siebrecht (1777 - 1846), Ausführung
Johann Conrad Bromeis (1788 - 1855), Entwurf
Datierung: 1823
Objektgruppe: Möbel / Verschiedenes
Geogr. Bezug:
Material / Technik: Mahagoni, furniert, Eiche, Fichte, Bronze, vergoldet, Messing
Maße: 168,5 x 192 x 277; Unterbau: 10 x 250,5 x 329 (Objektmaß)


Katalogtext:
Bett mit reichen Bronzebeschlägen auf flachem Unterbau. Der Unterbau gerade, das Möbelstück auf allen 4 Seiten wie eine Stufe umgebend. Das Bett selbst mit niedriger, gerader Sockelzone, vor die an den 4 Ecken würfelförmige Podeste für die als Säulen gestalteten Bettpfosten gesetzt sind. Über der Sockelzone vorkragende, profilierte Zarge mit großflächigen Bronzebeschlägen auf den Seitenteilen; je nach Seite leicht variierend. Auf der linken Seite mittig großer Kranz aus Lorbeerblättern und -früchten, unterbrochen von 4 Rosetten. Seitlich davon ausgehend mehrteiliger Beschlag aus Akanthus und Palmetten, Blatt- und Rankenwerk, Rosetten, Mohnblüten und -kapseln, zu den Enden hin verjüngend auslaufend. Seitlich davon je ein großes Rosettenmotiv aus Blättern und Blüten kombiniert.
Am oberen Rand Abschluss aus vierzehn 6-zackigen Sternen.
Rechte Seite: mittig Lorbeerkranz analog zur linken Seite. Im Lorbeerkranz reliefiertes Medaillon mit zentraler Trophäendarstellung, u.a. Helm und Siegeszeichen, platziert in einem von Löwenköpfen gerahmten Behälter.
Von dem Kranz zu den Seiten hin ausgehend Beschlag aus Akanthus, Blattwerk, Rosetten und Mohnkapseln, der Spitze des Beschlages auf der linken Seite entsprechend.
Zu den Pfosten hin je ein reliefierter Beschlag in Medaillonform, in der vertieften Mitte Tropaion mit Kriegsgerät, um eine Rüstung gruppiert.
Sternabschluss wie links, der sich auf dem Fußteil mit zehn Sternen wiederholt.
Kopf- und Fußteil weit hochgezogen. Ersteres gegenüber letzteren leicht erhöht, beide am oberen Ende einmal abgesetzt und zwischen den Pfostensäulen sitzend. Basen der Säulen mit stilisiertem Palmettenmotiv über Wulstring, Kapitelle mit Reliefdekor aus Akanthus, Palmetten und Rosetten, in ionischem Kyma endend wie bei den Kommoden 2.4.192 -193.
Entsprechend auch der Säulenschaft mit spiralförmig appliziertem Blattzweig, im unteren Bereich aber zusätzlich mit Sternband versehen. An der rechten hinteren Säule zwei kleine abwärts weisende Hakenbeschläge. Bekrönung von Kopf- und Fußteil durch vollplastischen Rundstab, an dessen Enden Löwenköpfe angesetzt sind.
Das Bett aus alten und neuen Teilen kombiniert, vgl. hierzu auch die alten Fotos.
Der auf der Altkarte genannte Bronzebeschlag mit dem hess. Wappen heute nicht mehr am Bett vorhanden.
Zu den Bronzebeschlägen mit Tropaion - Darstellung vgl. den Beschlag 4.7.2331.
Das Bett gehörte zu den Möbeln, die ab 1823 im Mittelbau von Schloss Wilhelmshöhe, Bel Étage, südliches Schlafzimmer standen. Entwurf wohl wie bei den anderen Stücken von Bromeis, Ausführung von Siebrecht, Bronzen aus Paris.
Zusammengehörige Möbelgruppe 2.1.234 - 2338; 2.1.2423 - 2429; 2.4.192 - 193; 2.7.563; 2.7.569; 2.7.599 - 600; 2.7.604.
Inv. v.Meter 3.05.2000


Literatur:
Rolf Bidlingmaier, Kasseler Empiremöbel auf Schloß Wilhelmshöhe, in: Weltkunst, Heft 13, 1. November 1998, S. 2422 - 2425.


Letzte Aktualisierung: 09.11.2015


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